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Integrierte Teilhabe- und Pflegeplanung für den Kreis Siegen-Wittgenstein

Auf einen Blick
Ziel:

Entwicklung einer integrierte Teilhabe- und Pflegeplanung im Kreis Siegen-Wittgenstein

Laufzeit:
  • Januar 2019 – Dezember 2020
Projektpartner:
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Zentrum für Planung und Evaluation So-zialer Dienste (ZPE), Universität Siegen
ZPE-Projektteam:
  • Andreas Hohmann
  • Jasmin Lehmann
  • Martin Reichstein
  • Lars Wissenbach (Koordination)
  • Prof. Dr. Johannes Schädler (Leitung)
Das Vorhaben

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat per Beschluss des Ausschusses für Soziales und Integration vom 13.09.2018 und des Kreistages vom 28.09.2018 die Durchführung des Modellprojekts einer integrierten Teilhabe- und Pflegeplanung vereinbart. Das zweijährige Vorhaben wird gemeinsam mit dem Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen durchgeführt. Es soll sich auf die Hilfeangebote für a.) Menschen mit sog. geistigen Behinderungen („Behindertenhilfe“), b.) Menschen mit psychischen Erkrankungen (Sozialpsychiatrie) sowie c.) ältere und pflegebedürftige Menschen (Pflege) beziehen.

Der innovative Gehalt des Modellvorhabens liegt darin, dass die bisher weitgehend getrennt voneinander arbeitenden Hilfebereiche der Angebote für Menschen mit Behinderungen, der Pflege und der Sozialpsychiatrie stärker sozialräumlich verknüpft werden sollen. Dazu soll eine integrierte, d.h. bereichsübergreifende, kooperative und partizipative Planung durchgeführt werden. Dem Kreis kommt dabei die Rolle des ‚koordinierenden Partners‘ zu, der durch das ZPE / Universität Siegen fachlich unterstützt wird.

Die Gründe

Die Notwendigkeit einer integrierten kommunalen Planung der Angebote für Menschen mit Behinderungen, Pflege und Sozialpsychiatrie im Kreis Siegen-Wittgenstein ergibt sich aus fachlichen und versorgungspolitischen Gründen, aber auch im Hinblick auf die erheblichen Ausgabenanteile am kommunalen Sozialbudget.

Durch die gesetzlichen Veränderungen auf Bundes- und Landesebene sind die Unterstützungsangebote für Leistungsberechtigte im Bereich der Angebote für Menschen mit Behinderungen und der Pflege in den vergangenen Jahren ausgeweitet und besser verzahnt worden. Die traditionellen stationären Hilfen sollen zudem durch inklusionsorientierte Angebote ergänzt oder ersetzt werden. Weitreichende fachliche und sozialrechtliche Neuerungen in den drei genannten Bereichen müssen vor Ort nachvollzogen werden. Dafür bietet insbesondere die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) den Kommunen wichtige Leitlinien.

Durch den Ausbau von Hilfen ist das Angebot für die Betroffenen insgesamt unübersichtlicher geworden. Auch die Verknüpfung von informellen Ressourcen und Selbsthilfe mit professionellen Hilfen ist schwieriger geworden. Die Beratungsbedarfe hilfesuchender und leistungsberechtigter Menschen können bisher nicht zufriedenstellend gedeckt werden, auch weil nahräumliche Angebote nicht hinreichend vorhanden sind.

Für die Sozialen Dienste und ihre Träger bedeuten die gesetzlichen Veränderungen konzeptionelle Herausforderungen. In allen drei Bereichen wird deren Bewältigung durch demografische Entwicklungen und den Fachkräftemangel erschwert. Von Interesse ist es daher, Möglichkeiten der verbesserten Kooperation und der Entspezialisierung zu suchen und zu erproben.

Die Ziele

Der integrierte Planungsansatz soll mit der Schaffung von fünf dezentralen Planungsräumen im Kreisgebiet einhergehen (siehe Abbildung).

Abbildung zur Schaffung von fünf dezentralen Planungsräumen im Kreisgebiet

Angestrebt wird eine sozialräumliche Planungsstruktur, welche die Kooperation der verschiedenen Hilfebereiche sowie die Einbeziehung von Selbsthilfe und bürgerschaftlichem Engagement fördert.

Zugleich sollen Möglichkeiten der wirksameren Verzahnung der Teilhabe- und Pflegepolitik des Kreises und der kreisangehörigen Kommunen erarbeitet werden. Weiterhin interessiert, ob und wie durch integrierte Beratungsstrukturen Bürger*innen-Nähe und Zugänglichkeit von Unterstützungsangebote im Kreisgebiet weiterentwickelt werden können. Der Planungsprozess soll durch digitale Arbeitsweisen gefördert und die Qualität seiner Ergebnisse erhöht werden.

Die Projektstruktur

Das Projekt wird vom Kreis Siegen-Wittgenstein, vertreten durch das Sachgebiet ‚Sozialplanung‘ zusammen mit einer Forschungsgruppe des ZPE durchgeführt.

In der Steuerungsgruppe zum Projekt sind der Kreis Siegen-Wittgenstein, das ZPE, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sowie die Universitätsstadt Siegen vertreten.